
Wie schon im Laufe der letzten Woche, ließen wir es uns nicht nehmen, auf der Maxstraße ausgelassen zu feiern. Dabei genossen wir volltrunkene und höchst sympathische Gesellschaft. Besonders in diesen schweren Zeiten sollte man die Feste feiern, wie sie fallen, was auch einige Dutzend Portugiesen dachten, die es sich nicht nehmen ließen, sich am geselligen Beisammensein unter dem sternklaren Nachthimmel zu beteiligen. Die Griechen sind übrigens zudem ein sehr schönes Volk. Auch werden dort noch selbstbewusst und gänzlich unbehelligt die prächtigsten und fein glänzenden Nackenmatten zur Schau getragen. Einige lustige griechische Damen ließen auch diesmal wieder ihrem Enthusiasmus sichtlich freien Lauf und vermochten so, die Masse zu entzücken. Leider erreichte mich die Information, dass das nur wenige Meter vom Herkulesbrunnen entfernte griechische Restaurant mehrere hundert Liter Freibier ausschenkte, etwas zu spät. Auch die bayerische Polizei feierte wieder fröhlich mit, nachdem man sorgfältig alle Straßen zur Innenstadt gesperrt hatte, ließ man es sich nicht nehmen, selbst den Brunnen zu erklimmen und der tobenden weißblauen (Koinzidenz!) Masse stolz den Europameisterpokal zu präsentieren. An der Tankstelle gelang es mir übrigens zu früherer Stunde Toastbrot zu erstehen - ein kleiner Trost, da man schon in ganz Augsburg an keiner Tankstelle Haägen-Dazs-Eis kaufen kann. Bereits morgen früh werde ich in der Lage sein, meinen neuen Sandwichtoaster auszuprobieren. In Österreich übrigens, so stellte ich in der späten Freitag Nacht fest, als mich das Fernweh zum wiederholten Male gen Süden trieb, ist das Diesel (und erst recht das Benzin) deutlich billiger als in unserem Land. Ich glaube jedoch, dass es mir trotzdem nicht ganz gelungen ist, die Fahrtkosten durch meinen austrischen Benzinclou wieder herauszusparen.
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