
Die ersten Bücher und Aufsätze, die noch bis vor kurzem den Alltag des Fußbodens meiner Wohnung bestimmten, sind im Regal verschwunden, die Prüfungen habe ich mit einem blauen Auge überstanden. Die Anspielung ist im höchsten Maße deiktisch und referiert auf so einiges. Schließlich musste ich ja tatsächlich mit blauem Auge in die Prüfungen, andererseits war auch die Linguistik-Prüfung ein kleiner Schlag ins Gesicht, der tat aber angesichts der guten Endnote nicht weh.
Ich glaube jedenfalls, dass ich nun sehr erleichert sein darf, diese kleine Hürde angegangen zu sein und nach der anstrengenden Vorbereitungszeit nun genommen zu haben.
Den Verlauf der Prüfungen fasste ich in einem kurzen Bericht an eine interessierte Dozentin folgendermaßen zusammen (gebe es an dieser Stelle leicht gekürzt wider):
Die Köpfe rollten nur ganz kurz und ganz am Ende bei Linguistik - aber wer hätte das anders erwartet. Irgendwie konnte ich aber wohl doch noch den Eindruck erwecken, ich habe mich enorm spezialisiert (was auch tatsächlich stimmte), wenngleich ich auf kaum eine der Fragen eine Antwort wusste. Ersteres unterschied mich wahrscheinlich von einigen vorangegangenen Prüflingen, die alle schon auf dem Flur von Horrorszenen berichteten, so dass mir Prof. XXX - "ich drücke einige Augen zu" - schließlich noch eine 2,3 gab. Ältere Dt. Phil. lief toll, die Klausur ebenso. Neuere Deutsche Philogie war ebenfalls erfreulich und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, wenngleich Prof. XXX nicht unbedingt zu Rossini und Leo von Clenze hätte fragen müssen... :o)
Ein schöner Tag, jetzt konnte ich auch in Ruhe das Bier trinken, dass ich mir seit Donnerstag verdient habe und freue mich tatsächlich schon ein wenig aufs Hauptstudium.
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