
In Thomas Bernhards "Theatermacher" zeigt sich die ganze Kunstfeindlichkeit, aber auch rückständige und durchaus gefährliche Borniertheit der Landbevölkerung in dem Hitler-Portrait, das irgendwo in der oberösterreichischen Provinz in der heruntergekommenen Veranstaltungshalle neben dem dampfenden, stinkenden Misthaufen noch immer verstaubt und vergilbt an der Wand hängt und mit ein paar dunklen Hirschgeweihen um Aufmerksamkeit wetteifert.
BNashat ist in Serbien aufs Land gefahren, um zu schauen, was aus der europäischen Hilfe für serbische Flüchtlinge geworden ist. Dort hat er viel Zufriedenheit gefunden - und eine erschreckende, beinahe unerklärbare Form der Rückwärtsgewandtheit und Realitätsverweigerung. Fast mutet die Szenerie wie eine theatralisch veredelte satirisch-burleske Provinzposse an, doch ist niemandem zum Lachen zumute.
Geschichte, der zweite Bericht aus dem ehemaligen Jugoslawien.
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