
Das letzte Mal zum DFB-Pokalfinale habe ich an dieser Stelle etwas über Fußball geschrieben. Als ich gestern morgen zu
Jannis lief und die Regentropfen unerlässlich auf mich prasselten, wie sie es in letzter Zeit immer wieder spontan zu tun pflegen, wenn ich mein oder irgendein anderes Haus in Augsburg verlasse, hatte ich, so meinte ich, ausreichend gelitten. Die Nacht zuvor - kein Mitleid bitte - war die absolute Hölle. Ich weiß nicht so genau, was ich gegessen habe, aber es war offenbar nicht im Sinne meines Magens. Also war ich in diesem Augenblick der völligen Trance, der sich bis zum frühen Abend in unendliche Länge ziehen sollte, der verfestigten Auffassung, dass nun alles Schlimme überstanden sei und der Abstieg in die Unterklassigkeit somit folgerichtig vermieden werden müsse. Nachdem auch dieses Jahr wieder unendlich viel fußballerisch unbeschreiblich Dürftiges zu bewundern war und nur Basti noch mehr Auswärtsgegentore als ich hat sehen müssen, bin ich nun doch einigermaßen versöhnt und gehe mit einem guten Magengefühl in die Sommerpause. Der erste Schritt meines raschen Heilungsprozesses, wie mir schien. Ich glaube, The Fast And The Furious, den ich zum ersten Mal in einer Überraschungspreview im West-Berliner Titania-Palast sah, ist der Film mit den dümmsten Dialogen - dennoch ist er ganz unterhaltsam, wenn man sich eigentlich der Arbeit an Referaten zu widmen hätte. Zudem frage ich mich den ganzen Abend über, ob Stuckrad-Barres Bücher mit weniger Kokskonsum vielleicht besser oder zumindest etwas vielfältiger hätten werden können.
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