die Einsamkeit am Freitag eher unkonkret. was verspricht noch Linderung, was hält noch ab? hier stillt nichts niemandes Schmerz, hier fährt der Hofstaat in Wurfweite an der tobenden Menge vorbei in die Sommerfrische. kurz mit dem Finger schnipsen und überraschenderweise die Zeit gestoppt - tempus fugit - gegen zwei vor zwei. fugio ex patria oder ähnlich. wo genau war das? identitätskrise noch nach der Krise noch vor der Identität. bitte nur einige Worte von Dauer sprechen, im gedankenüberladenen Konstrukt einiger Halbsätze hoffnungslos verschlungen und verklammert liegen bleiben, ohne zu wissen, wer an diesem Sommertag für den Regen zuständig gewesen wäre, eine zerdriftete Abwandlung des Geisteszerwürfnisses mit sich selbst zutiefst bedauernd. mein tief empfundenes Beileid, Gnädigste. der Honig süß und nach Klee. staub und Haare in liebevoller Liaison auf den Fliesen, kein Hauch trübt die Harmonie. unermüdlich blau, unermüdlich hell alles außen, Rolläden halten das Gröbste ab. jetzt aufstellen für den Untergang. es gilt Rücksicht zu nehmen auf die Berüchtigten, noch ahnungslos, gleich eine Wolke aus Staub unterm unverschämt klaren Himmel. sengend verbrennend keine Gnade jemals gekannt, nicht einmal an Sonntagen. grießbrei mit frischen Sauerkirschen, manchmal noch wie früher. kurzer Weg durch den Schlamm, die leidlich verneinende Seele konkretisiert nur noch ihr abstoßendes Ego, konnotiert nur noch perverse Innenwelten, jahrelang verhasste Glaubenssymbiosen, schicksalhaft reziproke Rechtfertigungen eigener sinnentleerter Nutzensversagung. der Erlöser, so kannte man es, erschien einige Momente zu spät auf der Bildfläche der erübrigten Verlogenheit, seine durchaus ehrlichen Tränen wässerten großzügig das verdorrte Land, sonst erfüllten sie keinen über bloße Sentimentalitäten hinaus gehenden Zweck. schon schaudert es deinem Niedergang vor seiner Macht. Hinauf hinauf Genossen Generäle zum Licht, sonnt euch ausgiebig, solange ihr noch könnt, die Anderen blenden hell. makabere Feststellung noch ganz zuletzt, es war der Mond, voll, rund, gehässig, der uns täuschte, höhnisch spottend und mit alles durchdringendem Lachen.
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