
Zurück in Augsburg und die Sonne scheint durch die Lamellen der Rolläden, meine Wohnung ist nun auch gesaugt und blitzt, der Kühlschrank und der Briefkasten sind in den Müll entsorgt, die Bücher auf dem Schreibtisch, die Berge von Kopien daneben lächeln mich schief an, winken freundlich, säuseln mir kleine Komplimente ins Ohr, wollen mich zur konzentrierten und nachhaltigen Arbeit überreden, und auch Wolf-Dieter "Poschi" Poschmann säuselt mir seine unübertroffen treffenden Weisheiten ins Ohr. Durchschnitt umgibt mich allenthalben, habe ich den Eindruck, aber wenigstens muss ich jetzt nicht mehr, wie ursprünglich während der Leichtathletik-Weltmeisterschaft geplant, Kugelstoßerin werden. Dennoch diskutierte ich gestern schon im ICE mit drei weiblichen Mitreisenden etwa sechs Stunden lang über die bislang überaus durchschnittlichen Leistungen deutscher Sportler bei den Olympischen Spielen, die sich in ihrer ganzen Mittelmäßigkeit der Durchschnittlichkeit und Bedeutungslosigkeit, dem uninspirierten Esprit und schwächelnden Lebenskraft, der ewigen Larmoyanz des gesamten Landes anzupassen scheinen.
Reinhard Mohr schreibt darüber im Spiegel und ich warte auf das Gold des Jan Ullrich, vielleicht gehe ich aber auch ins E-Center einen Berg von Milchprodukten kaufen.
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