
abercrombie and fitch - id take u if i had 1 wish ... when i met u i said my name was rich - u look lika girl from abercrombie and fitch ... chinese food makes me sick ... /vor einigen Jahren im Sommer muss es gewesen sein - denke ich, in sträflichen reminiszenzen gefangen/ ... billy shakespeare wrote a whole bunch of sonetts ... shes been gone since that summer
Mittlerweile gewöhne ich mich daran, mir die Nächte mit der Korrektur von Diplomarbeiten - vorzugsweise nicht meiner eigenen - um die Ohren zu schlagen, eigentlich, so stelle ich fest,
möchte ich nie wieder etwas anderes tun, als mir nachts die Ohren mit Diplomarbeiten voll zu schlagen oder so ähnlich. Nebenbei eine kleine Traumreise und Summer Girls, wo heute schon so ein wunderbar milder Herbsttag in Berlin Einzug hielt. Ich sah mich regelrecht gezwungen, in der Kreuzberger Bergmannstraße irgendwo in zweiter Spur anzuhalten, um mir bei Barcomis einen frisch gerösteten Caffe Latte zu organisieren. Ich mochte die Verkäuferin, ich mochte die riesige antike Röstmaschine und das ganze Ambiente des Kaffeegeschäfts, das immer einen äußerst provisorischen und somit herrlich häuslich-amateurhaften Eindruck erweckt - ein wenig wie ein Schülercafe in den Katakomben eines Gymnasialkellers im Niederbayerischen oder der Gemeinschaftsraum in einem Zehlendorfer Nachbarschaftsheim, in dem mittwochs und samstags schlecht bezahlte SozialarbeiterInnen hinter der staubigen Bar Kännchenkaffeerunden diverser Selbsthilfegruppen - bis achtzehn Uhr bitte rauchfrei - versorgen. Der Caffe Latte von Barcomi ließ die Sonne an meinem Mittwoch aufgehen, der in einen meditativ-kontemplatorischen Aufenthalt zu den melancholischen Tönen des größten Finnen (nach Mika Häkkinen vielleicht) Jean Sibelius in der
Philharmonie gipfelte. Langsam frage ich mich angesichts meiner drei wilden Gedichte, die ich soeben digitalisierte und in die
bourgeoisie.jayniz.de-Datenbank verschob, wie ich meine heute getätigte Aussage, die Welt sei wohl doch drehbar, genau gemeint haben könnte und wie ich morgen um zehn Uhr in der Charlottenburger Franklinstraße rechtzeitig zu meinem Soziologie-Seminar erscheinen soll.
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