
Murat aus der Makabar in der Kreuzberger Oranienstraße wollte uns nicht glauben, dass auf unserer Rechnung noch ein Cocktail auftauchte, der während der Happy Hour, die von zwanzig bis einundzwanzig Uhr reicht, getrunken wurde. Schließlich war es bereits drei Uhr nachts, als wir bezahlten.
Um eine Minute vor elf am heutigen Vormittag erwachte ich, um mit siebzigminütiger Verspätung mein Referatstreffen in der Technischen Universität zu erreichen. Es scheint so, als zeichne sich das Hauptstudium in Deutscher Philologie vor allem durch eine vermehrte Anzahl von Referatstreffen aus. Gestern Nacht sollte ich noch von den Vorzügen einer Räterepublik überzeugt werden, was irgendwann gelingen wird, später dann einigte man sich auf das Schweizer Modell als einzigen gangbaren Ausweg aus der Geistes- und Gefühlszumutung, die dieser unerträgliche Staat inzwischen für uns alle geworden ist.
Das infoRADIO Berlin-Brandenburg hat sich unterdessen auf die Suche nach Nachwuchsdichtern begeben, nach dem oben erwähnten Gespräch gestern Nacht bin ich zwar neuerlich davon überzeugt, nichts und niemanden mehr, ohne dass ich überhaupt gefragt worden wäre, retten zu können, dass es so aber dann auch wirklich nicht weitergehen kann.
Nach kurzer Recherche musste ich feststellen, dass der Verein Deutsche Sprache und weitere Sprachgesellschaften wie das Goethe-Institut Inter Nationes einen Gedichtwettbewerb weltweit ausgeschrieben haben. Und
Peter Handke bekam vor einigen Tagen die Ehrendoktorwürde der Universität Salzburg verliehen: "Das ist das letzte Mal, dass ich mein Idiotentum öffentlich zeige." Besinnung - endlich.
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