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    <title>Sîne klâwen durch die wolken sint geslagen</title>
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    <description>und was christophers tag noch mit sich brachte - gebrauchte texte</description>
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    <pubDate>Thu, 12 Apr 2007 12:34:35 GMT</pubDate>

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    <title>globale erwärmung</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;!-- s9ymdb:197 --&gt;&lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;110&#039; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/erde.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;was weiß ich denn, wie warm es da draußen ist. seit tagen brennt der planet vom himmel, als gäb&#039;s kein morgen. hätte ein schönes ostern werden können, wäre ich nicht nach burghausen gereist. die eingeweihten werden wissen, warum. die eingeweihten werden auch wissen, warum meine stimmung seither einen neuerlichen tiefpunkt erreicht hat. dennoch ein ehrlicher und großer dank an khai, der uns beide an diesem &quot;feiertag&quot;, der es ja nun einmal in formaler hinsicht war, ob ich wollte oder nicht, nicht einsam bleiben ließ. ich glaube im übrigen, genau wie letztes jahr. dafür darf khai jetzt mit einem roten augsburg allstars-kapuzenpulli durch stutti und berlin cruisen, und das hat doch auch was.&lt;br /&gt;
zum tagesgeschäft: nun fesselt mich eine bösartige kombination aus erbärmlichem heuschnupfen und bronchitis ans bett (bzw. vor den laptop), und das, obwohl ich doch eigentlich an meiner seminararbeit (ethik der textkulturen: christliche sexualethik) weiter schreiben sollte oder im zweifelsfall wenigstens die welt zu retten hätte. jämmerlich! zum aus der haut fahren! ich vergesse mich!&lt;br /&gt;
so ist das. das buffet ist eröffnet. gestern buletten zubereitet. nach berliner rezept - versteht sich von selbst. vielleicht vom bratgestank bronchialinfekt? man sollte in zeiten von feinstaub und rauchverboten mal drüber nachdenken. werde gleich meinen dunstabzug verklagen. nächste woche wieder uni. vielleicht irgendwann ein neuer dienstplan von meinem münchner arbeitgeber, damit ich weiß, wann ich wieder ran muss. die nächsten 4 wochen jedenfalls nicht mehr - soviel verrät der alte. freuen oder ärgern? weiß auch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grüße in die weiten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
track des augenblicks (zumindest optisch genial die kombination aus diesen beiden &quot;ck&quot;s): joss stone - security. natürlich soul-gegröhle. natürlich pop-seicht. aber echt schön! 
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    <pubDate>Thu, 12 Apr 2007 14:05:00 +0200</pubDate>
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    <title>ich bekenne</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;br /&gt;
soeben erreicht mich die unmissverständliche wie dringliche aufforderung meines freundes &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL2Nlby5wb2ViZWxuLmRl&amp;amp;entry_id=184&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://ceo.poebeln.de&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;ceo.poebeln.de&quot;&gt;sebastian&lt;/a&gt;, auch ich solle mich zu meiner mehr als schmutzigen vergangenheit bekennen. mit wachsendem entsetzen und steigender empörung muss ich zudem eben jenes freundes &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL2Nlby5wb2ViZWxuLmRlL2FyY2hpdmVzLzM2MC1IZXV0ZS1IYWV1dHVuZy5odG1s&amp;amp;entry_id=184&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://ceo.poebeln.de/archives/360-Heute-Haeutung.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Heute wird gehäutet!&quot;&gt;hochstaplerische bekenntnisse&lt;/a&gt; zur kenntnis nehmen.&lt;p&gt;aber wenn dieser tage tatsächlich zahltag ist (und daran lassen die ausufernden und überaus überflüssigen diskussionen in der zum großteil ebenfalls überflüssigen, weil der absoluten selbstbeweihräucherung  verschriebenen deutschen feuilletonselbstrechtfertigungsmaschinerie gar keinen zweifel), so möchte ich angesichts der gerade in meinen 2x5 watt-boxen ertönenden klänge der manic street preachers (the year of purification) nicht (noch) länger hintenan stehen und endlich zeugnis ablegen - bis zum letzten. im übrigen könnte es dafür gar keinen geeigneteren tag als den heutigen geben, musste ich mich doch schon vor einigen stunden aufgrund einer höchst unangenehmen verkehrsangelegenheit und einer mit dieser in direktem zusammenhang stehenden polizeilichen vorladung auf der nahegelegenen wache zu hanebüchenen anschuldigungen äußern, die ich selbst nicht im geringsten maße mit meiner person in verbindung bringe - zu meiner größten verwunderung übrigens im krassen gegensatz zum energischen bayerischen polizeioberverwaltungsamt, welches energisch und mit augenfälliger entschlossenheit durchaus einen bezug zwischen den hanebüchenen anschuldigungen und meiner person herzustellen versucht.&lt;br /&gt;kennern meiner zerschundenen seele mag binnen meiner letzten etwa 27, von der allgemeinheit als einige der durchaus allerlächerlichsten wahrgenommenen lebensjahre nicht gänzlich entgangen sein, dass ich bei meinen schandhaften absichten durchweg von rein monetären und somit im allerhöchsten maße verwerflichen antrieben geleitet wurde. weniger guten kennern der abgründe meiner bemitleidenswerten seele wird auffallen, dass es sich bei diesem ausdruck größter und an opportunismus schwer zu übertreffender charakterschwäche im überschaubaren rahmen meines curriculum vitaes um das tatsächlich ganz und gar allein als verantwortlich zu bezeichnende antriebsmoment gehandelt haben muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;ich muss mich setzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;...später mehr...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;ps: ist eigentlich jemals einem möglicherweise aufmerksamen beobachter der deutschen sogenannten rapszene aufgefallen, wie ausgesprochen dämlich der text von bushidos &amp;quot;vom bordstein bis zur skyline&amp;quot; (müsste aus dem jahr 2003 sein) ist? genialer song.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/archives/184-ich-bekenne.html#extended&quot;&gt;&quot;ich bekenne&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 16 Aug 2006 19:10:56 +0200</pubDate>
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    <title>Es ist mal an der Zeit</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/3627734860.jpg&quot; class=&quot;serendipity_image_link&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;80&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/3627734860.serendipityThumb.jpg&quot; style=&quot;border: 0px none ; float: left; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;...sich wieder schriftlich zu äußern, schließlich ist ja nun die Fußball-Weltmeisterschaft zu Hause, bei uns in Deutschland. Eine dolle Sache. Alle uns seit sechs Jahren versprochenen Mega-Bauprojekte sind pünktlich zum FIFA World Cup (c) fertiggestellt worden, die Ladenschlusszeiten gehen nun - obgleich nur übergangsweise - endlich in die längst überfällige zweistündige Nachspielzeit und im Supermarkt grinsen den arglosen Verbraucher schon seit Wochen aus allen Ecken fiese WM-Specials an: 12 Mars- und Snickers-Riegel im WM-Pack, dralle Miniwürstchen im schwarz-weißen Ballraster, Kochschinken mit dem Konterfei von Gerald Asamoah und Stileis in Deutschlands Farben. Dazu zu allem Überfluss schon in 9 Tagen die neue presstige, auch sie mit unverschämt viel grüner Wiese auf dem Titel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun aber in medias res: Deutschland konnte es gestern vermeiden, sich bis auf die Knochen zu blamieren - wie es beispielsweise dem Ex-Weltmeister Frankreich beim Eröffnungsspiel vor vier Jahren oder den unglücklichen polnischen Kickern drei Stunden nach dem Deutschland-Spiel glückte. Das ist auch schon das einzig Positive. Aber da Deutschland eine Turnier-Mannschaft ist, sich steigern wird, jetzt erstmal fünf Tage lang Gruppenerster ist und Klose (unser erster &amp;quot;Anheuser-Busch Bud Man of the Match - die begehrte Auszeichnung für Einzelspieler&amp;quot;) das Tor trifft, brauchen wir uns alle keine Gedanken zu machen. Das Turnier wird was. Versprochen.&lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/3732995189.jpg&quot; class=&quot;serendipity_image_link&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;77&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/3732995189.serendipityThumb.jpg&quot; style=&quot;border: 0px none ; float: right; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Vor England habe ich seit einer guten halben Stunde keine Angst mehr. Eine Abwehr etwa auf dem Niveau der unsrigen, also zum Fürchten. Dazu im Sturm ein schlacksiger Carsten Jancker-Verschnitt mit (verglichen mit unserem WM-Star von 2002) Hippie-Frisur. 2 Meter Leidenschaft von beneidenswerter Ästhetik und Ballgewandtheit. Daneben Michael Owen, dessen Name mir aus früheren besseren (?) Tagen in Spanien noch erinnerlich war, mit geschätzten anderthalb Ballkontakten über 45 Minuten. Ansonsten wird kernig alles auf die Tribüne geballert, was nicht niet- und nagelfest ist. An Ansehnlichkeit dem deutschen Ballgeschiebe, das den verblüfften Zuschauer in die Zeiten fast vergessen geglaubter schwarz-weißer WM-Spiele der 1950er Jahre zurückversetzte, in nichts nachstehend. Die englischen Fans in etwa so zahlreich und enthusiastisch wie das VIP-Publikum von gestern aus dem Münchner Olympiastadion. Dazu noch David Beckham - der Retter und Ballkünstler aus Spanien. Aber unserer kommt ja noch. Gestern lachte der Messias aus Görlitz mit Deutschlands Nummer zwei, Oliver - genannt Olli - Kahn von der gemütlichen Bank aus um die Wette. Wahrscheinlich weil wir in Bayern zum ersten Mal seit geschätzten 78 Monaten über 15 Grad Außentemperatur erreichten. Und ich hatte schon Angst um unser Erscheinungsbild vor der interessierten Weltöffentlichkeit: Dauerregen, Kälte und grau in graue, menschenleere Innenstädte - was für ein gänzlich falsches Bild unseres fröhlichen und feierfreudigen Heimatlandes wäre vor Millionen beinahe fahrlässig aufgeschlossener Touristen, die mutig alle Reisewarnungen deutscher Ex-Regierungssprecher in den Wind geschlagen haben, gezeichnet worden? Aber jetzt kann es endlich richtig losgehen: A Time to make friends.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sat, 10 Jun 2006 15:30:20 +0200</pubDate>
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    <title>so schön war die zeit</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/cg_max05_juni05_klein.jpg&quot;&gt;&lt;img width=&quot;85&quot; height=&quot;110&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/cg_max05_juni05_klein.serendipityThumb.jpg&quot; style=&quot;border: 0px none ; float: left; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Liebe versammelte Festgemeinde,&lt;/p&gt;&lt;p&gt;dies ist eine Belohnung. Sozusagen für all jene, die seit einem halben Jahr regelmäßig diese, meine kleine erbärmliche Seite besucht haben und der Verzweiflung und eigenen Steinigung nah auf eine jämmerliche, schnöde Aktualisierung derselben warteten. Ich weiß, dass es euch dort draußen gibt. Wahre, unverbesserliche Anhänger meiner kleinen, schnoddrigen Beiträge, meiner selbstsüchtigen Ergüsse. Mein neuester Fan ist die Rechteverwertungsgesellschaft eines (leider verstorbenen) deutschen Künstlers. Dem Erbe und dem generellen Anspruch der Kunst verpflichtet versendet diese Organisation schön formulierte Briefchen, in denen sie Autoren privater, unbedeutender Internetangebote die Nutzungsrechte an Bildern des angesprochenen, aber nicht namentlich erwähnten Künstlers gegen ein unwesentliches, gänzlich zu vernachlässigendes Entgelt anbietet. Die eigentliche Gretchenfrage, ob nebenher auch noch eine winzige, alsbald zu leistende Strafzahlung fällig wird, überlässt der stille Genießer selbstverständlich dem Schicksal. Ich wollte diese an und für sich unbedeutende Episode nicht unerwähnt lassen, zeigt sie doch, mit welchem artistischen Sachverstand gerade die Mitarbeiter einer Rechteverwertungsgesellschaft, die den Nachlass eines nicht unwesentlichen Künstlers auf ihre ganz eigene und unverwechselbar originelle Art in Ehren zu halten pflegt, quasi ununterbrochen die Tiefen des Internets nach jenen niveauvollen Glanzpunkten absucht, um den Autoren jener Fanale in der Folge alles nur Erdenkliche an sinnstiftender Unterstützung zukommen zu lassen. &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/archives/141-nach-dem-erdbeben-auf-den-seismographen-einschlagen.html&quot;&gt;Und so lebe sie hoch - unserer aller alma mater, die letzte begehrenswerte Verführerin in einer der abgeschmacktesten Vorführungen auf einer toll gewordenen Weltbühne - ist doch nur diese letzte Muse des Lichts imstande, uns für einen einzigen Augenblick kontemplativer Stille aus der jähen Trübheit des unvermeidlichen Herbstes, aus den tiefsten Düsternissen unserer Bedeutungslosigkeit zu reißen und gleichsam aus der deterministischen Schicksalhaftigkeit unserer depotenzierten Existenz zu heben!&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber was - werte Mitbürgerinnen und Mitbürger - gibt es in diesen Tagen des internationalen Taumelns und Wankens zu berichten? Ich habe im Frühherbst, wenn man das so sagen kann, zwar meinen Geburtstag nicht gefeiert, dafür aber eine durchaus inspirierenden Periode beim Bayerischen Fernsehen verbracht. Erst war IFA und dann war Wahl und dann war ich in Berlin und dann nochmal und dann wieder in München. Meinetwegen kann die neue Bundesregierung diese affige Entfernungspauschale demnächst pulverisieren. Ich bin (ich will euer Mitleid nicht!) in meiner Zeit beim BR problemlos 5000 km dienstlich unterwegs gewesen und niemand wäre nur im Entferntesten auf die geniale Idee gekommen, mir dafür eine Entfernungspauschale oder sonst eine kleine Wohltat angedeien zu lassen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wcmVzc3RpZ2Uub3Jn&amp;amp;entry_id=182&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.presstige.org&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; title=&quot;Toll: Die neue presstige - Ausgabe ist da!&quot;&gt;Die neue presstige-Ausgabe&lt;/a&gt; ist soeben erschienen. Ich habe in aller Bescheidenheit beschlossen, dass es sich dabei mittlerweile um das beste Magazin handelt, das zur Zeit am (nicht gerade durch übermäßige Diversifizität und Vielfalt glänzenden) Augsburger Pressemarkt zu finden ist. Bestellungen nehme ich gerne entgegen. Ich habe jedoch kürzlich nach einigen erquicklichen Gängen zu verschiedenen Zweigstellen der Deutschen Post AG bemerken müssen, dass der Postversand 340g schwerer und außerordentlich ansprechend gestalteter Hefte keine dauerhafte Lösung meiner durch und durch existenziellen Probleme darstellt. Die liebevoll gepackten Umschläge mit dem gehaltvollen Inhalt gelten weder als Büchersendung, noch lassen sich mehr als zwei Exemplare dieses unübertroffenen Machwerks als sogenannter Maxibrief verschicken. Kurz: Der Versand ist teuer, ab drei Heften beginnt das Päckchen - das ist das ganze Dilemma.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Da ich wider Erwarten und zum uneingeschränkten Unverständnis aller noch immer Student bin, werde ich mich nun dem beneidenswerten Kaiser Ludwig dem Bayern zuwenden. Ein Mann mit Schneid und Perspektiven. Ein Vorbild für die Politik aller Jahrhunderte. Vielleicht mache ich dann noch einen kleinen Ausflug in das quasi vor meiner Haustür gelegene Einkaufszentrum, in dem sich zwar alle Geschäfte im allsonntäglichen Tiefschlaf befinden, aber die Filiale der lobenswerten und seit jeher aufgrund ihrer fortschrittlichen Arbeitsbedingungen weit über die Grenzen Friedbergs hinaus berühmten Bäckerei Ihle noch bis 17 Uhr frisch gebackene und qualitativ hochwertige Köstlichkeiten anbietet. &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL2Nlby5wb2ViZWxuLmRlL2FyY2hpdmVzLzIyNS1LYXRhbHl0aXNjaGVyLUhlcmJzdC5odG1s&amp;amp;entry_id=182&quot; title=&quot;http://ceo.poebeln.de/archives/225-Katalytischer-Herbst.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://ceo.poebeln.de/archives/225-Katalytischer-Herbst.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Eine katalytische Sensation in diesen Zeiten.&lt;/a&gt; Abschließend sei in aller gebotenen Kürze darauf hingewiesen, dass ich in den letzten Wochen immer wieder erwägte, eine Neufassung der &amp;quot;Stillen Tage in Clichy&amp;quot; in Angriff zu nehmen, war ich doch schon immer ein ausgewiesener Liebhaber Gesindels aller Art. Gelobt sei Jesus Christus.&lt;/p&gt;&lt;p /&gt; 
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    <pubDate>Sun, 20 Nov 2005 14:07:09 +0100</pubDate>
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    <title>orange aber style</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5zOXkub3Jn&amp;amp;entry_id=181&quot; title=&quot;http://www.s9y.org&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.s9y.org&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;110&#039; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/s9y_logo.serendipityThumb.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Zwar haben unsere geschätzten, zumeist etwas tiefergelegten Nachbarn keine Ahnung von Fußball und Autofahren, dafür präsentieren sie sich aber in anderen Bereichen voll unvermuteter Weisheit, Weitsichtigkeit und nie erwarteter Stilsicherheit. Wenn&#039;s ums Internet geht, wissen unsere orangefarbenen Freunde offenbar, was gut ist. Die gute alte Kaffeetasse des Café Max ist völlig zurecht Testsieger geworden. Und ich möchte allen Entwicklern herzlich gratulieren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen wir sie an dieser Stelle selber zu Wort kommen: &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL2Jsb2cuczl5Lm9yZy9hcmNoaXZlcy8zNC1UZXN0d2lubmFhci5odG1s&amp;amp;entry_id=181&quot; title=&quot;http://blog.s9y.org/archives/34-Testwinnaar.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.s9y.org/archives/34-Testwinnaar.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;s9y-Ruhm und Ehre-Blogeintrag&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings muss ich mir schon gut überlegen, ob ich meinen so geliebten Blog behalten möchte, wenn ich mich alsbald in der guten Gesellschaft einer unüberschaubaren Horde internetbegeisterter Camper befinden werde... &lt;img src=&quot;http://www.poebeln.de/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
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    <pubDate>Sun, 19 Jun 2005 22:00:49 +0200</pubDate>
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    <title>nein nein</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    Draußen ist es mild und kühl zugleich, der Himmel wirkt wie verschwommen, und das langweilige, ewigmonotone Zwitschern einiger Vögel klingt wie ein billig haschender Effekt in einem durchschnittlichen Episodenfilm, um die amateurhaft zusammengestellte Kulisse für die verdutzten Zuschauer nur ein wenig glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Wenn ich vorankäme mit meiner Gedankenarbeit, setzte ich mich wahrscheinlich nicht ernsthaft mit Thomas Bernhard auseinander. Diese biedere, wie einleuchtende Erkenntnis muss mir nun über mein eigenes Versagen am eigentlich so hochgeschätzten &quot;topic&quot; (wie U. Eco es zurecht nannte) hinweghelfen. Morgen gehe ich zum zweiten Mal konsterniert, gedanklich ungeordnet und voller innerer Wirrungen ins Gespräch mit meinem Literaturwissenschaftsprofessor. Natürlich hätte ich das alles vorher wissen müssen. So handelt es sich doch bereits zum zweiten Mal während der Dauer (!) meines Studiums um ein Abtauchen in die finstersten Abgründe des menschlichen Seins und einer durch und durch existenzfeindlichen Natur. Wie heißt es nicht nur bei Pascal, sondern auch vor Bernhards Jugenderinnerung Der Atem: Da die Menschen unfähig waren, Tod, Elend, Unwissenheit zu überwinden, sind sie, um glücklich zu sein, übereingekommen, nicht daran zu denken.&lt;br /&gt;
Fühlt sich irgendjemand berufen, uns bei der Onlineredaktion von &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wcmVzc3RpZ2Uub3Jn&amp;amp;entry_id=180&quot; title=&quot;http://www.presstige.org&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.presstige.org&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Presstige.org&lt;/a&gt; zu unterstützen? Fühlt sich ferner jemand berufen, uns bei der Anzeigenakquise zu unterstützen? Ihr wisst, Gottes Seele ist in den Fischern. Wer Lust hat auf einige knackige Zitate aus einer kurzen Radioreportage, der kann hier in gut zwei Minuten Erfüllung, Wonne oder so etwas ähnliches finden: &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/KanalC_presstige_060605.wma&quot; title=&quot;KanalC_presstige_060605.wma&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;klicken, Windowsdaten empfangen, freuen&lt;/a&gt;.  
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    <pubDate>Tue, 14 Jun 2005 17:19:28 +0200</pubDate>
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    <title>aktualisierung</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    Für alle regelmäßigen Leser eine gute Nachricht:&lt;br /&gt;
Nach einem Vierteljahr endlich wieder etwas Neues auf meinem Blog. Leider nur der Hinweis auf etwas anderes Neues. In Zukunft aber wieder mehr. Ich muss ansonsten grad noch HSeminararbeit schreiben und die Welt retten, bin daher kurzzeitig etwas verhindert. Außerdem wird in meinem Haus Klavier gespielt, sicherlich besser, als ich es jemals könnte, aber nicht so gut, dass ich mich nicht genötigt sähe, sofort und ohne jedes falsche Zaudern mit Mahlers Fünfter zu antworten. Ich bitte ferner um Erläuterungen, warum mein geliebtes Fahrzeug seit einer Woche in der Werkstatt meiner harren muss, und warum hier seit zwei, drei Wochen neuerlich und bereits zum zweiten Mal in diesem Kalenderjahr der Februar mit seinen winterlichen Banden eingezogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Checkt derweil: &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wcmVzc3RpZ2Uub3Jn&amp;amp;entry_id=179&quot; title=&quot;http://www.presstige.org&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.presstige.org&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Presstige.org&lt;/a&gt; - Artikel-Betas werden bald durch beinahe ganz fehlerlose Versionen ersetzt!&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 11 Jun 2005 16:33:32 +0200</pubDate>
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    <title>bourgeoisie.de - good things come to those who wait</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ib3VyZ2VvaXNpZS5kZQ==&amp;amp;entry_id=178&quot; title=&quot;http://www.bourgeoisie.de&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.bourgeoisie.de&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;img width=&#039;125&#039; height=&#039;19&#039; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/bourgeoisie-logo.serendipityThumb.gif&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Nach einer kurzen und schandhaften schöpferischen Pause (insbesondere des introvertierten Herausgebers) bringt das Frühjahr endlich die lange erwarteten und auch lange gesammelten neuen Texte unserer Autoren. Ab jetzt wieder regelmäßig veröffentlicht auf &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ib3VyZ2VvaXNpZS5kZQ==&amp;amp;entry_id=178&quot; title=&quot;http://www.bourgeoisie.de&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.bourgeoisie.de&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;www.bourgeoisie.de&lt;/a&gt;. Und eine offene Frage an alle: Ist der wackere Marathon-Läufer eigentlich schon am Ziel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Oliver Krüger: stranger in the night. &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ib3VyZ2VvaXNpZS5kZS9uZXUuaHRtbA==&amp;amp;entry_id=178&quot; title=&quot;http://www.bourgeoisie.de/neu.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.bourgeoisie.de/neu.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_self&quot;&gt;Mehr in Brandneu&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
- Oliver Krüger: zwei tränen des helios. Der nächste Teil seines auf bourgeoisie.de veröffentlichten Buches. &lt;a href=&quot;http://www.poebeln.de/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5ib3VyZ2VvaXNpZS5kZS9uZXUuaHRtbA==&amp;amp;entry_id=178&quot; title=&quot;http://www.bourgeoisie.de/neu.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.bourgeoisie.de/neu.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_self&quot;&gt;Mehr in Brandneu&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist übrigens scheinbar wieder Frühling (vgl. Januar-Blogeinträge), mein Blog verrät mir besserwisserisch, dass die Rhone-Metropole Lyon mit 19 Grad aufwartet, da kann die schwäbische Weltstadt nicht ganz mithalten, aber ich darf die Sonne ohnehin nur durch meine IKEA-Jalousetten genießen und muss mich offenbar wieder stringent und entschlossen meiner schattigen Arbeit zuwenden. 
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    <pubDate>Wed, 16 Mar 2005 15:00:00 +0100</pubDate>
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    <title>schlachteplatte</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;a href=&#039;http://www.poebeln.de/uploads/schlachteplatte.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;110&#039; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/schlachteplatte.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Natürlich karren skrupellose Reiseveranstalter nicht nur munter unter den wachsamen, aber offensichtlich leicht entzündeten blauen Augen mehrerer bundesdeutscher Ministerien und Exekutivorgane Unmengen ukrainischer TouristInnen ins Land, sondern seit Neuestem auch mit sommerbereiften, vor 1992 von westdeutschen Transportunternehmen ausgemusterten Kässbohrer Setra Kolonnen arbeitswilliger SchlachtereiarbeiterInnen aus vornehmlich osteuropäischen Neu-EU-Ländern. Jene bemitleidenswerten Zeigenossen dürfen dann für etwa 400-800 Euro 12-15 Stunden am Tag oder noch lieber des Nachts Schweine abstechen, Rinder zerlegen oder Hennen köpfen. Meine spontane Idee, für diese verantwortungsvollen Tätigkeiten im großen Stil in bildungsnahen Regionen wie Kroatien, Serbien oder dem Kosovo ArbeiterInnen anzuwerben, lässt sich aufgrund der mangelhaften Umsetzung der europäischen Idee noch nicht verwirklichen. Dänische Schlachtereien schließen ihre Werke nördlich von Deutschlands bildungsfernstem Bundesland und eröffnen diese fernab von Tarifverträgen und jedem Rest menschlicher Moral in Norddeutschland wieder - aber da sich weder Dänen doch Deutsche gerne versklaven lassen, muss auch hier unglücklicherweise auf die unwissenden und flexiblen WerksarbeiterInnen aus den Tiefen Polens oder der Slowakei zurückgegriffen werden, die in ihrer spärlichen Freizeit in erbärmlichen Behausungen ihr durchaus als unglücklich empfundenes Dasein fristen. Diese sogenannten Wohnungen bieten die bemerkenswerte Möglichkeit, sich von aufgebrachten deutschen Gewerkschaftsfunktionären besuchen zu lassen und haben weiterhin den Vorzug, zwar vom Reiseveranstalter zur Verfügung gestellt, hingegen von ihren besserverdienenden BewohnerInnen bezahlt werden zu müssen. Den deutschen Verbraucher, seit Jahren für seine außerordentlich findige Sparsamkeit bekannt, freut es, sofern er kein nun arbeitsloser, von seiner Bundesregierung spitzzüngig diffamierter Hilfsarbeiter ist, kann er sich doch so weiterhin wöchentlich drei Koteletts und sieben fette Schweinsbrühwürste - womöglich fortan gar Brühpolnische - in seinen kritiklosen Wohlstandswanst fressen. Auch so werden deutsche Großunternehmen ihre Gewinne vornehmlich im billigen, lohnnebenkostenarmen und durchweg umweltbewussten Ausland investieren, das bezweifelt niemand. Die dankbare Saktionierung durch den an Blödheit und Stumpfsinnigkeit nicht zu übertreffenden deutschen Endverbraucher macht aber selbst solche Schritte allmählich überflüssig. Während ich mich an meinem schmackhaften und recht malzigen Ronnefeldt Mokalbarie-Assam verschlucke mein herzliches Dankeschön an alle - fresst euch satt, krank und arbeitslos! 
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    <pubDate>Thu, 24 Feb 2005 14:55:45 +0100</pubDate>
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    <title>luxuskummer is liebe, baby</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    Gestern habe ich eine schwäbische Pizzeria irgendwo zwischen Weil im Schönbuch und Waldenbuch besucht, wo (laut Karte) dem werten Gast 1,30 EUR Aufschlag abverlangt werden, sollte dieser es wagen, die auf der Karte vermerkten Beläge seiner Pizza eigenmächtig ändern zu wollen. Ferner hat es während der gesamten Autofahrt fürchterlich geschneit, und es ist überdies nicht möglich die Gnocchi und die Gnocchisoße getrennt zu servieren (&quot;Das machen wir gar nicht. Das können wir auch gar nicht.&quot;). Ansonsten war alles recht freundlich, am Nebentisch kreischte die komplette weibliche Belegschaft des Ritter Sport-Betriebsrates unverholen um die Wette, und ließ es sich im Übrigen auch nicht nehmen, noch einen äußerst verstohlenen Blick aus dem Fenster hinaus auf meinen auf dem Hotelparkplatz neben einer Essener S-Klasse (mondän, mondän) wartenden und recht salzgrauen Wagen zu werfen, als ich das Etablissement, das sich im Übrigen in einem sehr pittoresken alten Posthaus befindet, schließlich gut gesättigt und mit den in Aluminiumfolie verpackten Resten meiner schmackhaften Pizza verlassen hatte. Ansonsten ist das Leben alles in allem entschieden zu kostspielig, daran ändert auch der zu erzielende überraschend niedrige Durchschnittsverbrauch wenig, der offensichtlich aus dem Fahren von einer konsequenten Durchschnittsgeschwindigkeit von 72 auf einer leicht matschigen, bundesdeutschen Autobahn bei allenfalls als durchschnittlich zu bezeichnenden Sichtverhältnissen resultiert. Ich liebe zudem die Blicke der Dorfjugend. Es sind kleine, neidische Blicke fernab jeder Bescheidenheit. Es sind dämliche, durchdrigende Blicke, und man kann sie deshalb sogar spüren. Folglich sind es auch ganz und gar dumme, unverfrorene Blicke, denn die Zeiten der Vergebung sind meines Wissens seit Längerem vorbei. 
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    <pubDate>Wed, 16 Feb 2005 11:09:37 +0100</pubDate>
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    <title>spürst du den flow?</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;a href=&#039;http://www.poebeln.de/uploads/fcn_fck_0405_blank.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;78&#039; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/fcn_fck_0405_blank.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Wofür reist man voll bleierner Müdigkeit nach nur wenigen Stunden Schlaf Tausende mühselige Kilometer über die Autobahnen, Schienen, Wege dieser schwächelnden Republik, kämpft sich einem Spießrutenlauf gleich durch Massen abgeneigter, nein hasserfüllter, perspektivloser Unterschichtler, denen der faulige Speichel aus dem übelriechenden Munde tropft, wozu steht man sich heiser vom nutzlosen Gebrüll und mit aufgerissenen Handflächen fern von heimischem Hof und Herd auf zugigen Betontribünen die schweren Beine in den schlotternden Wanst, dem das schale alkoholreduzierte Bier und die triefenden Würste mit aspartamgeschwängertem Ketchup nicht bekommen wollen? Vielleicht für einen solchen Nachmittag in Nürnberg, es war - und das sei ohne jeden Pathos ausdrücklich erwähnt und betont - (erst) der dritte gemeinsam erlebte Auswärtssieg in fünf Jahren (während gemeinsamem Abendessen abgezählt, neben ungezählten Niederlagen voller Tristesse versteht sich), nach Dortmund und Hannover. Manchmal muss man weit gehen, um etwas zu finden, und manchmal findet man etwas, und merkt erst dann, wie weit der Weg gewesen ist. Aber jetzt muss ich aufpassen, dass die Krümel des Glückskekses nicht in die Tastatur bröseln, eine gute Gelegenheit, um doch noch mein Konrad-Referat zu retten- 
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    <pubDate>Mon, 24 Jan 2005 11:46:08 +0100</pubDate>
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    <title>das rad an meines vaters mühle</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;a href=&#039;http://www.poebeln.de/uploads/fruehling2.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;64&#039; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/fruehling2.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Nun bin ich also zurückgekehrt in die Stadt der Renaissance, die auch die Stadt ist, in der ich mich zu leben entschieden habe, wie ich irgendwann - man muss sagen: endlich - zwischen den Jahren (wie man sagen muss) realisierte. Draußen herrscht in etwa so etwas wie Frühling, die unzähligen Glöcklein der unzähligen Türmlein dieses Städtchens schlagen eifrig um die Wette, als wollten sie bis in die Höhen des weit offenen Himmel hinaufschallen, all die Vöglein zwitschern munter, das Mühlrad geht übermütig im glitzernden Nass, lange LKWs passieren träge und leise brummend die neu gebaute und erst vor wenigen Wochen eröffnete Schleifenstraße, und die Sonne brennt durch die großflächige Verglasung vor meinem Balkon und ich muss meine Augen zusammen kneifen, um etwas auf meinem Bildschirm zu erkennen. Für alle, die es noch nicht wussten: Ich arbeite weiter an einem streng geheimen Projekt, das sich aber allmählich auf wundersame Weise zu konkretisieren scheint. Die Mannschaft ist gut, die Moral stimmt. Nebenbei versuche ich nicht ohne einiges Verkrampfen und nicht ohne in größere zeitliche und moralische Konflikte zu geraten, mein Referat über den Sangspruch Konrads von Würzburg zu stemmen. Wenn irgendjemand der Meinung sein sollte, mir angesichts der eher bescheidenen Forschungslage und gänzlich unbefriedigenden Sekundärliteratursituation den einen oder anderen richtig tollen Typ geben zu wollen, so halte er nicht länger damit hinter dem Berg, sondern rette er meine ganz und gar jämmerliche, noch immer auf Gedeih und Verderb mit meinem so hochgeschätzten Hochschulstudium verbundene Existenz. Es bleiben für dieses interdisziplinäre Großprojekt circa zwei Wochen Zeit. Da fällt mir ein, dass ich das Fenster im KHG-Büro des Rektoratsgebäudes der Bert-Brecht-Universität wohl auf Kipp (wie man sagt) gelassen habe - aber zum Glück ist ja Frühling. So, nun will ich mich aber mal rasch an die Herger/Spervogel-Rezeption setzen, schließlich wartet in meinem nachher stattfindenden Hauptseminar niemand - wie man sagen könnte - auf mich. Wenn das erledigt ist, darf ich heute Abend zu einer Messe gehen und Andreas Bönte kennenlernen - und es war alles, alles gut. 
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    <pubDate>Tue, 11 Jan 2005 12:00:31 +0100</pubDate>
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    <title>hip-hip-hallelujah</title>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;img width=&#039;110&#039; height=&#039;110&#039; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/jannis.serendipityThumb.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;Nein, heute hat einfach niemand Geburtstag. Es gibt weder etwas zu feiern, noch etwas zu sehen. Schließlich sind wir alle keine zwanzig mehr. Auch ich lebe seit drei Monaten und fünf Tagen in nicht enden wollender, jeden guten Willen und verbliebenen Verstand verzehrender Scham.&lt;br /&gt;
Dennoch alles Gute und was man sonst so braucht! Stay tru! 
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    <pubDate>Wed, 22 Dec 2004 08:08:53 +0100</pubDate>
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    <title>la-la-la-lasst euch nicht verarschen</title>
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            <category>golfturnier</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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    &lt;a href=&#039;http://www.poebeln.de/uploads/schroder_bush.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;81&#039; height=&#039;110&#039; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.poebeln.de/uploads/schroder_bush.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Gestern im Fachmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stück für zwei Personen und eine variable Anzahl von vorzugsweise erwerbslosen Statisten. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine Berufsausbildung werden nicht vorausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Szenischer Aufbau: Es ist gestern. Wir befinden uns im sogenannten Mediamarkt, dem sogenannten Elektronikfachmarkt Nummer eins, außerdem ist es Dienstag und es ist Mittagszeit. In Deutschland, inmitten Europas, ist der sogenannte Reformwinter angebrochen, das heißt, der sogenannte Reformwinter wurde dem verantwortungslosen, chronisch unwissenden und daher stets zu bevormundenden deutschen Volke von dessen ehrgeiziger politischer Entscheidungsspitze - den sogenannten Volksvertretern - zu seiner baldigen Genesung verordnet, was in etwa bedeutet, dass ehemals mäßig auf Kosten der Allgemeinheit versorgte Erwerbslose und ihre Familien nun von der lustlosen Allgemeinheit und der unübertroffen ehrgeizigen und arbeitsamen politischen Entscheidungsspitze einen nur noch sehr geringen Betrag Geld zum Leben erhalten. Sicherheitshalber wird dabei nicht länger differenziert, ob diese inzwischen Erwerbslosen zuvor erwerbstätig waren und wieviel oder wie lange sie während dieser Erwerbstätigkeit in die sogenannte Sozialversicherung einbezahlt haben. Daher sind diese Erwerbslosen fortan glücklicherweise auch energisch angewiesen, die Unmengen ihnen zur Verfügung gestellter Arbeitsstellen nicht länger unbedacht und voreilig abzulehnen. Die Anzahl der als arbeitsscheu, unflexibel geltenden, der Schriftsprache nicht mächtigenden und daher allenortens bekannten und gesellschaftlich hochangesehenen Erwerbslosen beträgt in etwa zehn Millionen, durch einige geschickte Rechnungen und gewitzte Zahlendreher gelingt es der ehrgeizigen, arbeitsamen und visionären politischen Entscheidungsspitze jedoch, diese besorgniserregende Anzahl in etwa auf die Hälfte zu reduzieren. Grund zur Trübsal gibt es demnach keinen, schließlich wächst die Anzahl der Millionäre im Land der Dichter und Denker nahezu genauso stetig und konstant wie jene der sogenannten Massenentlassungen in börsennotierten Großunternehmen. Dabei sind die dem Gemeinwohl hörigen Vorstände solcher börsennotierter Großunternehmen gewohnheitsmäßig angehalten, sich selbst den Lohn aufzustocken, Rekordgewinne zu vermelden oder angestrengt in liebevoller Liaison mit der ehrgeizigen, arbeitsamen, visionären und überaus macht- und verantwortungsbewussten politischen Entscheidungsspitze über neuerliche Entlassungswellen nachzugrübeln. Die Szenerie ist also im Ganzen in etwa so wie immer in Deutschland, inmitten Europas. Aus den Lautsprechern, die an der Decke des Fachmarktes hängen inmitten billiger Aluminiumlampen, welche ein sehr grelles, flackerndes und entsetzlich ungemütliches Licht abgeben, zahlreichen Kabeln und einigen verdreckten Entlüftungsöffnungen, dringt vorzugsweise GEMA-freie Musik, im Hintergrund hört man außerdem den Ton verschiedener Privatfernsehsender und den dumpfen tieftönenden Bass aus einem Lautsprecher der weit entfernten Car-HiFi-Abteilung. &lt;br /&gt;
1. Szene: Potentieller Kunde auf. Potentieller Kunde erreicht nach kurzem Slalom durch verschlossene, in den Gängen gelagerte hüfthohe Pappkartons eine Auslage mit MP3-Abspielgeräten (eine ganz und gar unsägliche und belanglose Modeerscheinung des frühen 21. Jahrhunderts), welche mit einem dicken Draht gesichert sind. Potenzieller Kunde fackelt nicht lange und nimmt die unterschiedlichen Geräte in Augenschein. Nach einiger Zeit und gründlicher Prüfung macht sich angesichts großartiger Auswahl und großartig verwirrender Beschilderung der Geräte eine leichte Unsicherheit auf dem Gesicht von potentiellem Kunden breit. Potentieller Kunde wendet sich Hilfe suchend um, kann aber nur einige Schulkinder erspähen, welche es vorziehen, ihren anreizarmen Tag mit sinnfreiem Konsolenspiel zu verbringen, anstatt im sogenannten Zuhause weitere nutzlose Jahre auf ein wenig Aufmerksamkeit ihrer versoffenen und bei Gelegenheit auch gern ein wenig relativ rücksichtslos und unmotiviert um sich prügelnden Eltern zu warten oder sich in einer sogenannten Schule von sogenannten Lehrern zum wiederholten Male zur Aufmerksamkeit anhalten zu lassen, wobei es sich bei diesem Personenkreis überdies um überdurchschnittlich alte und überdurchschnittlich übelriechende Existenzen handelt, die nicht zuletzt in einer kaum verständlichen Sprache und in kaum zu übertreffender Penetranz immer wieder den durch das besinnliche nächtliche Dauerfernsehen verursachten und im Übrigen recht erholsamen Vormittagsschlummer zu unterbrechen wagen. Die Schulkinder tragen noch ihre Winterjacken, während auf dem Bildschirm ein menschlicher Schädel liebevoll und beinahe wie eine glühende Supernova zerplatzt, ihre Rucksäcke haben sie lasziv im Gang neben sich zu Boden fallen lassen. &lt;br /&gt;
2. Szene: Fachmarkt-Fachverkäufer auf. Potentieller Kunde erblickt sogenannten Fachmarkt-Fachverkäufer, der forschen Schrittes und nahezu unaufhaltsam auf die Auslage mit MP3-Abspielgeräten zumarschiert. Fachmarkt-Fachverkäufer trägt eine recht enge rote Weste aus einem plastikartigen Stoff und dazu einen grauen ungepflegten Oberlippenbart. In den Außentaschen der Weste stecken zahlreiche unterschiedliche Kugelschreiber mit Werbeaufschriften, während unter den durchaus veritablen Fingernägeln Fachmarkt-Fachverkäufers in erster Linie schwarzer Schmutz steckt. Fachmarkt-Fachverkäufer hat die Auslage mit MP3-Abspielgeräten erreicht und steht nun mit geistesabwesendem Gesichtsausdruck vor potentiellem Kunden. Fachmarkt-Fachverkäufer hat heute wahrlich nicht seine intelligenteste Mine aufgelegt, was ihm potentieller Kunde aber nicht anlasten möchte, schließlich nähert man sich unaufhaltsam dem Weihnachtsfest (eine ganz und gar unsägliche und belanglose Modeerscheinung des ersten und zweiten, vielleicht sogar noch dritten Jahrtausends)- Zwischen potentiellem Kunden und Fachmarkt-Fachverkäufer entwickelt sich ein kurzer, impulsiver Dialog voller überraschender Wendungen und unbeschreiblicher Zufälle:&lt;br /&gt;
Potentieller Kunde: Entschuldigen Sie bitte.&lt;br /&gt;
Fachmarkt-Fachverkäufer (schaut - so gut er das nach dreijähriger alltäglicher Praxis beherrscht - an potentiellem Kunden vorbei in die Weiten des Fachmarktes): Was?&lt;br /&gt;
Potentieller Kunde (mit einer weit ausholenden Geste): Sind Sie zufällig für diese MP3-Abspielgeräte zuständig?&lt;br /&gt;
Fachmarkt-Fachverkäufer (schaut weiterhin angestrengt an potentiellem Kunden vorbei in die Weiten des Fachmarktes): Ja.&lt;br /&gt;
Potentieller Kunde (erleichtert): Könnten Sie mir vielleicht einige kleine Fragen beantworten? Ich interessiere mich für...&lt;br /&gt;
Fachmarkt-Fachverkäufer (unterbricht potentiellen Kunden, schaut nun sehr nachdrücklich an potentiellem Kunden vorbei in die Weiten des Fachmarktes): Nein.&lt;br /&gt;
Potentieller Kunde (erstaunt): Es geht auch ganz schnell. Ich möchte nur...&lt;br /&gt;
Fachmarkt-Fachverkäufer (unterbricht potentiellen Kunden, wendet sich um - wie ein Raubtier auf dem Sprung, harsch): Nein. Ich habe gerade Kundschaft.&lt;br /&gt;
Fachmarkt-Fachverkäufer rasch ab.&lt;br /&gt;
Potentieller Kunde bleibt alleine zurück. Die Bühne ist leer. Um potentiellen Kunden herum weit verteilt nur noch einige hüfthohe Pappkartons und ein paar Rucksäcke. Würden sich dafür gute Argumente finden lassen, gäbe sich potentieller Kunde nun seiner unumschränkten Verzweiflung hin. Aus den Lautsprechern, die sich unmerklich nach unten bewegt haben und nun auf Bodenhöhe angelangt sind, dringt nun nicht länger GEMA-freie Musik, statt dessen vernimmt man die laute und im höchsten Maße aufdringliche Werbemelodie des sogenannten Mediamarktes, des sogenannten Elektronikfachmarktes Nummer eins, die entfernt an ein ehedem beliebtes und weit verbreitetes Freiheitslied aus irgendeiner längst vergessenen Revolution erinnern könnte, im Hintergrund hört man außerdem das gellende sehr norddeutsche Lachen eines albernen, juvenilen, deutschen Nachwuchsmoderators und den dumpfen tieftönenden Bass aus einem Lautsprecher der weit entfernten Car-HiFi-Abteilung. 
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    <pubDate>Wed, 15 Dec 2004 15:45:48 +0100</pubDate>
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    <author>nospam@example.com (Christopher)</author>
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Lass es ordentlich krachen, was bleibt auch sonst. 
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    <pubDate>Tue, 14 Dec 2004 12:40:11 +0100</pubDate>
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